<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Gesellschaft on Des Wanderers Kladde</title><link>https://www.turgaer.de/tags/gesellschaft/</link><description>Recent content in Gesellschaft on Des Wanderers Kladde</description><generator>Hugo</generator><language>de</language><managingEditor>turgaer@posteo.de (turgaer)</managingEditor><webMaster>turgaer@posteo.de (turgaer)</webMaster><lastBuildDate>Wed, 20 Jul 2016 21:38:50 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://www.turgaer.de/tags/gesellschaft/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Pokémon Go, Datensammelwut, Gamification und Politik</title><link>https://www.turgaer.de/blog/pokemon-go-datensammelwut-gamification/</link><pubDate>Wed, 20 Jul 2016 21:38:50 +0200</pubDate><author>turgaer@posteo.de (turgaer)</author><guid>https://www.turgaer.de/blog/pokemon-go-datensammelwut-gamification/</guid><description>&lt;p>Pokémon Go ist spätestens seit ungefähr einer Woche ein Renner. Zwar war das Spiel von Ingress-Entwickler Niantic &lt;a href="http://www.giga.de/spiele/pok-mon-go/news/pokemon-go-ios-android-veroeffentlicht/" target="_blank" rel="noopener">schon vorher inoffiziell installier- und spielbar&lt;/a>, doch zu einer Reihe von Serverüberlastungen kam es erst, als das Location-based-Game unter anderem in Deutschland offiziell gestartet ist. Der Run auf das Spiel und der entsprechende Hype in den sogenannten Massenmedien haben sich gegenseitig befeuert, so dass &lt;a href="http://www.pokemon.com/de/pokemon-videospiele/pokemon-go/" target="_blank" rel="noopener">Pokémon Go&lt;/a> das erste &lt;a href="https://www.wikiwand.com/de/Location-based_Game" target="_blank" rel="noopener">Location-based-Game&lt;/a> ist, von dem fast jeder Mensch in diesem Land gehört haben dürfte. Da die Anzahl an Spielenden so überwältigend ist, führte das Spiel schon zu einer Reihe &lt;a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/games/pokemon-go-quiz-zu-skurrilen-nachrichtenmeldungen-a-1103838.html" target="_blank" rel="noopener">von spannenden oder traurigen Seiteneffekten&lt;/a> wie dem &lt;a href="https://plus.google.com/&amp;#43;KristianK%C3%B6hntopp/posts/BrU3rh7BmmH" target="_blank" rel="noopener">seltsamen Verhalten von einzelnen Menschen an besonderen Orten&lt;/a>, der Auffindung von Leichen, der Verursachung von Verkehrsunfällen, der &lt;a href="http://www.bet.com/lifestyle/2016/07/13/pokemon-go-ruins-relationship.html" target="_blank" rel="noopener">Aufdeckung von Beziehungsproblemen&lt;/a>, aber auch positiven Verwendungen wie der Incentivierung der Teilnahme an politischen Aktionen.&lt;/p></description></item><item><title>Politikverdrossenheit</title><link>https://www.turgaer.de/blog/politikverdrossenheit/</link><pubDate>Sun, 22 Dec 2013 22:00:01 +0200</pubDate><author>turgaer@posteo.de (turgaer)</author><guid>https://www.turgaer.de/blog/politikverdrossenheit/</guid><description>&lt;p>Als ich neulich gefragt wurde, ob ich nicht zu diesem Thema bloggen wollte, schossen mir ein knappes Dutzend an Stichworten durch den Kopf. Stichworte, die Politikverdrossenheit oder im weiteren Kreis auch Beteiligungsverdrossenheit symbolisieren und ausmachen und die mir durch das knappe Jahr Engagement bei Bürgerinitiativen bzw. durch Gespräche mit einzelnen Bürgern einfielen.&lt;/p>
&lt;p>Verdrossenheit setzt sich für mich zusammen aus Resignation, Frustration und einem Teil Wut. Politikverdrossen ist, wer angesprochen auf das Thema vielleicht antwortet wie &amp;ldquo;Die da oben handeln doch sowieso immer gegen uns!&amp;rdquo;. Es fallen Worte wie &amp;ldquo;Verrat am Wähler&amp;rdquo; oder &amp;ldquo;Gier nach Pöstchen&amp;rdquo; gemeinsam mit vielen mehr. Das ist die Wut und die Frustration. Politikverdrossenheit bedeutet aber nicht nur die Wut auf einzelne Parteien, sondern auf das gesamte politische System. Es ist nach dem Glauben des Wählers niemand da, der ihn repräsentiert. Er besitzt nicht nur eine Wut auf die etablierten Parteien, die ihn in der Vergangenheit nach seiner Sichtweise vielleicht verraten haben, sondern es ist auch bei den kleinen Parteien keine Partei vorhanden, von der die Wählerin ernsthaft glaubt etwas bewirken zu können oder sich im System anders verhalten zu können als die schon beteiligten Parteien. Das ist die Resignation.&lt;/p></description></item><item><title>Themen mit Köpf(ch)en, ein Diskussionsbeitrag</title><link>https://www.turgaer.de/blog/themen-mit-koepfchen/</link><pubDate>Tue, 15 Jan 2013 19:51:47 +0200</pubDate><author>turgaer@posteo.de (turgaer)</author><guid>https://www.turgaer.de/blog/themen-mit-koepfchen/</guid><description>&lt;p>Bei &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/piratenpartei-parteispitze-bricht-mit-parteiidealen-a-877207.html" target="_blank" rel="noopener">SpOn&lt;/a> wurde kürzlich über ein Vorhaben des Bundesvorstandes der Piratenpartei berichtet, das an vielen Stellen plakativ mit den drei Worten &amp;lsquo;Köpfe statt Themen&amp;rsquo; zusammengefasst wurde. Basisdemokratie ist eines der wichtigsten Merkmale bei den Piraten, und natürlich gab es Kritik. Meines Erachtens beißt sich die Idee, daß sich der Bundesvorstand auch zu Themen äußert, zu denen es keinen Parteikonsens gibt, aber nicht gravierend mit dem Ideal der Basisdemokratie.&lt;/p>
&lt;p>Der Bundesvorstand der Piratenpartei ist, obwohl kein Mitglied der Basis mehr, nun trotzdem ein Mitglied der Piratenpartei, das durch die Basis auf Grund vorangegangener Wahlen legitimiert ist in einer öffentlichen und stark beobachteten Position für die Partei zu sprechen. Das Ideal ist zwar, daß der Bundesvorstand nur die Positionen öffentlich vertritt, für die es einen Parteikonsens gibt. Doch ist er, auch wenn er nun Positionen zu Themen bezieht, zu denen es keinen Konsens gibt, immer noch durch die Basis legitimiert. Damit ist Basisdemokratie in Kombination mit dieser Legitimierung genau dann gegeben, wenn bei Äußerungen des Bundesvorstandes deutlich wird, ob diese Äußerung eine persönliche Position des Piraten ist oder ob die Äußerung den Konsens vertritt, der von der Basis der Piratenpartei definiert wurde.&lt;/p></description></item></channel></rss>